Was passiert, wo keine Kanalisation ist?
Ein Wohnhaus auf dem Land, ein Hotel, eine Wohnanlage oder eine kleine Gemeinde ohne Anschluss an die Kanalisation: In Südamerika ist das kein Sonderfall. Die Interamerikanische Entwicklungsbank schätzt, dass in Lateinamerika und der Karibik 435 Millionen Menschen keine sicher betriebene Sanitärversorgung haben, und nennt die ländlichen Gebiete als eine der größten Lücken.
Kläranlagen, biologische Verfahren und erfahrene Firmen gibt es in der Region. Wo aber keine Kanalisation liegt, ist die Lösung meist eine Klärgrube oder ein anderes Einzelsystem. In Argentinien leiten laut Zensus 2022 rund 15 % der Haushalte ihr Abwasser nur in einen Sickerschacht, ohne jede Vorbehandlung.
Die Frage nach der Reinigung
Auch wo eine Anlage reinigt, ist die Arbeit nicht getan, wenn das Wasser sauber ist. Wohin geht es? Wird es eingeleitet, versickert es im Boden, oder wird es wiederverwendet? Braucht es eine zusätzliche Desinfektion? Was geschieht mit dem Schlamm, und wer kümmert sich um die Wartung?
Diese Fragen entscheiden mit, welche Technik passt und welche Genehmigung nötig ist. In den meisten Ländern hängt sogar die Rechtslage davon ab, wohin das gereinigte Wasser geht.
Was eine Abwasserlösung kostet, zeigt sich nicht beim Kauf, sondern in den Jahren danach.
Der Preis über die Jahre
Eine Abwasserlösung lässt sich nicht nur nach dem Kaufpreis beurteilen. Über 15 bis 20 Jahre kommen Strom, Zusätze, Wartung, Absaugen, Transport und Entsorgung des Schlamms hinzu, und das so lange, wie die Anlage läuft.
Bei einer Klärgrube ist der wiederkehrende Posten vor allem der Schlamm: Er sammelt sich an, wird abgesaugt, abtransportiert und entsorgt. Bei einer biologischen Anlage kommt Strom für die Belüftung hinzu, dafür fällt weniger Schlamm an.
Was AQUATO anders macht
AQUATO reinigt das Abwasser biologisch, direkt dort, wo es entsteht. Mikroorganismen bauen mit Sauerstoff aus der Belüftung die organische Substanz ab. Der Behälter ist damit keine Grube, die Abwasser sammelt, sondern der Ort, an dem die Reinigung stattfindet. Das zufließende Abwasser hält den Prozess in Gang, mit zusätzlichem Wasser nachfüllen muss niemand.
Für die biologische Reinigung braucht AQUATO keine Chemie. Der Schlamm wird im selben Prozess aerob stabilisiert, deshalb fällt weniger davon an. Bei PUMP, STABI-KOM und ORKA kann die Abfuhr bei passender Behältergröße und richtigem Betrieb über Jahre entfallen. Soll das Wasser wiederverwendet werden, gibt es eine UV-Stufe, ebenfalls ohne Chemie.
Ganz ohne laufende Kosten ist auch AQUATO nicht: Strom, ein Wartungstermin im Jahr und gelegentliche Kontrollen gehören dazu. Das Ziel ist, die Eingriffe und Kosten über die Lebensdauer so gering wie möglich zu halten.
Erst das Projekt, dann die Anlage
Deshalb beginnt AQUATO nicht mit einem Angebot, sondern mit Fragen: Wo liegt das Projekt? Wie viele Menschen nutzen die Anlage? Gibt es eine Kanalisation? Wie ist das Gelände? Und vor allem: Was soll mit dem gereinigten Wasser geschehen?
Was in Ihrem Land dafür gilt, haben wir für jedes Land mit Fundstellen zusammengestellt. Es gibt keine Anlage, die für jedes Projekt gleich passt. Wir sehen uns das Projekt an und suchen die passende Lösung.
